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Training · Technik

Rudern am Kabelzug: so triffst du den Rücken statt die Arme

Zieh mit den Ellenbogen, nicht mit den Händen, und halte die Schultern unten. So arbeitet der Rücken, und die Arme unterstützen nur.

RPRené Pfeiffer··5 Min. Lesezeit
Trainierende mit geradem Rücken beim Ziehen am KabelzugKI-generiert

Der Kabelzug ist in jedem Studio das Gerät mit den meisten Wartenden und den meisten Fehlern. Wer nach dem Rudern nur die Bizeps spürt, macht einen davon. Die Lösung ist eine kleine Änderung im Kopf.

Warum landet die Arbeit in den Armen?

Der Rücken ist ein großer Muskelverbund: breiter Rückenmuskel, Rhomboiden, mittlerer Trapezmuskel. Alle bewegen das Schulterblatt und den Oberarm. Die Hände haben damit nichts zu tun. Wer trotzdem „mit den Händen zieht”, startet die Bewegung aus dem Ellenbogengelenk und die Armbeuger übernehmen.

Der zweite Grund ist die Schulter: Zieht sie nach oben Richtung Ohr, ist der Trapezmuskel oben aktiv und der breite Rückenmuskel bleibt außen vor.

Wie führst du die Bewegung richtig?

  1. Aufsetzen. Füße fest auf die Platte, Knie leicht gebeugt, Oberkörper aufrecht, Griff mit langen Armen fassen. Die Schulterblätter dürfen in dieser Position leicht nach vorn gleiten.
  2. Schultern unten. Bevor du ziehst: Schultern von den Ohren weg, Brust leicht raus.
  3. Ellenbogen nach hinten. Zieh die Ellenbogen an den Rippen entlang nach hinten, als wolltest du sie hinter dir zusammenbringen. Die Hände folgen nur.
  4. Kurz halten. Am Ende Schulterblätter zusammen, eine Sekunde halten.
  5. Langsam zurück. Zwei Sekunden lang die Arme strecken lassen, die Schulterblätter gleiten wieder leicht nach vorn. Nicht fallen lassen.

Ein Trick, der bei fast allen wirkt: Stell dir vor, deine Hände sind Haken und du hast keine Unterarme.

Welche Fehler siehst du am häufigsten?

  • Schwung aus dem Rücken. Der Oberkörper pendelt weit vor und zurück. Gewicht reduzieren.
  • Schultern hochgezogen. Der Nacken arbeitet, der Rücken nicht.
  • Halbe Bewegung. Weder ganz gestreckt noch ganz zusammengezogen. Voller Weg, weniger Gewicht.
  • Runder unterer Rücken. Beckenaufrecht sitzen, Bauch leicht angespannt, wie beim Kreuzheben.

Wie baust du das Rudern in dein Training ein?

Rudern ist die Zugübung in jedem Ganzkörperplan, zum Beispiel im Vier-Wochen-Einstieg oder im Plan aus Krafttraining ab 40. Drei Sätze mit 10 bis 12 Wiederholungen, zweimal pro Woche, sind für die meisten genau richtig. Wer viel sitzt, profitiert doppelt: Ein kräftiger oberer Rücken unterstützt eine aufrechte Haltung.

Bei Schmerzen in Schulter oder Nacken während der Übung: Gewicht runter, Technik prüfen lassen, und wenn es bleibt, ärztlich abklären. Mehr Technik-Beiträge findest du im Ressort Training.

Häufige Fragen

Welcher Griff ist der beste?

Der enge Neutralgriff (Handflächen zueinander) ist für den Einstieg am einfachsten und betont den breiten Rückenmuskel. Breite Griffe verlagern die Arbeit mehr auf Trapezmuskel und hintere Schulter, das zeigen Messungen der Muskelaktivität. Wechsle alle paar Wochen.

Warum spüre ich es nur in den Armen?

Meist weil die Hände ziehen und die Ellenbogen nicht nach hinten geführt werden. Denk daran, die Ellenbogen an der Hüfte vorbei nach hinten zu schieben.

Darf sich der Oberkörper mitbewegen?

Ein leichtes Mitgehen von wenigen Grad ist in Ordnung. Wer sich weit vor- und zurücklehnt, hat zu viel Gewicht eingestellt.

Wie viele Wiederholungen?

Drei Sätze mit 10 bis 12 Wiederholungen, bei denen die letzten zwei spürbar schwer sind, sind ein guter Richtwert.

Quellen

RudernTechnikRücken
RP
René Pfeiffer

Herausgeber, seit 2013 in der Fitnessbranche. Mehr zur Redaktion

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